Spielzeugfreie Zeit

Das Konzept der „Spielzeugfreien Zeit“ entstand aus der gesellschaftskritischen Überlegung heraus, dass das Leben von Kindern zunehmend von Konsumverhalten und durchrationalisierter Freizeitgestaltung geprägt ist. Dadurch wird aber verhindert, dass Kinder eine eigene Problemlösungskompetenz ausbilden.

 

Zentrales Anliegen des Konzepts „Spielzeugfreie Zeit“ in der Kindertagesstätte ist es, die Lebenskompetenz der Kinder zu stärken und zu fördern. Wir wollen ihnen dadurch einen Freiraum verschaffen, ihrer Kreativität Ausdruck zu verleihen und eigene Spielideen und Interaktionsmodi zu entwickeln.

 

Während dieses Projekts verabschieden wir alle Spielsachen für mindestens vier Wochen in den „Urlaub“. Den Kindern - und zugleich primären Akteuren - stehen weiterhin vielfältige Alltagsmaterialien (Papprollen, Dosen, Kartons, Naturmaterialen, Papiere, …) zur Verfügung. Die Erzieherinnen übernehmen lediglich eine begleitende und beobachtende Funktion.